Was unterscheidet eine lebende Pflanze von einem welken Blatt? Es ist jene geheimnisvolle Lebenskraft, die im Menschen „Ätherleib“ oder „Lebensleib“ genannt wird. Sie lässt Zellen wachsen, Wunden heilen, den Atem fließen und das Herz schlagen. Der Ätherleib ist unser unsichtbarer Gärtner: Er hält den Körper frisch, ordnet seine Prozesse und sorgt für Harmonie. Wenn wir erschöpft, krank oder kraftlos sind, ist er geschwächt. Wenn wir ausgeschlafen, von Naturkräften gestärkt oder leistungsfähig sind, kräftigt er uns und wirkt vitalisierend.
Um uns gut zu fühlen, müssen wir diesen Lebensleib pflegen – durch ausreichend Schlaf, einen regelmäßigen Tag-und-Nacht-Rhythmus, Freude an Bewegung oder durch Spaziergänge im Wald oder am Strand. Wer fühlt sich dann nicht durchströmt von Kraft, als würde ein innerer Quell sprudeln und uns verjüngen? Der Ätherleib ist gewissermaßen unser stiller, treuer Begleiter und versorgt uns im Hintergrund. Wenn wir in und mit seinen Kräften leben, führen wir ein gesundes Leben.
Übung 1: Stelle dir beim Ein- und Ausatmen vor, dass mit jedem Atemzug frische Lebenskraft einströmt. Nach einigen Minuten fühlst du, wie der Atemrhythmus deine Kräfte ständig neu ordnet.
Übung 2: Betrachte eine wachsende Pflanze bewusst: das Sprießen der Blätter, das Öffnen einer Blüte. Spüre, dass dieselben Lebenskräfte auch in deinem Körper wirken.
