J.R.R. Tolkien, Herr der Ringe

• Das große Epos über das Ringen zwischen den guten und den bösen Kräften in Form archetypischer Figuren
• Die Kraft der Gemeinschaft miterleben und sich davon inspirieren lassen
• Erkennen, dass wir in der heutigen Zeit gewissermaßen „Mitspielende“ dieser 3-teiligen Geschichte sind
John Ronald Reuel Tolkien wurde 1892 in Südafrika geboren und verlor seine Eltern sehr früh. Er war ein frommer und spirituell interessierter Mensch und beschäftigte sich neben der christlichen Religion auch mit Sagen und Legenden aus der vorchristlichen Zeit. Er besaß die geniale Gabe, sich in die Seele verschiedener Sprachen zu vertiefen und erfand sogar schon sehr früh eigene Sprachen. Dementsprechend war er auch literarisch sehr begabt und verfasste neben Gedichten auch mythologische Geschichten. Er lehrte in englischen Universitäten und bekam sogar einen eigens auf ihn zugeschnittenen Lehrstuhl.
1954 bis 1955 erschienen die 3 Bände von „Herr der Ringe“, die aber erst nach einer unautorisierten Ausgabe in den Vereinigten Staaten in den 1960er Jahren zu einem großen Erfolg wurden. Der Autor dieser stark an die Welt der Märchen und die germanische Nibelungensage erinnernden Trilogie – mit Zauberern, Zwergen und Elben sowie verschiedenen Reichen von Menschen und vor allem so genannten Hobbits, aber auch mit der zwingenden Macht des Bösen und sich ihr verschreibenden Menschen – starb 1973.
Das 3-teilige Epos ist so etwas wie eine erneuerte Fassung des uralten Ringens zwischen guten und bösen Kräften in der Menschenentwicklung, auf der Grundlage einer keltisch-germanischen Bilderwelt. Es ist ein besonderes Phänomen, dass in unser heutigen „aufgeklärten“ und eng materialistischen Zeit so viele Menschen von dieser „archetypischen“, komplexen und für manche fast langatmigen Geschichte ergriffen und gefesselt werden. Das mag auch daran liegen, dass es der Kraft einer Gemeinschaft bedarf, um sich den bösen Gegebenheiten und Wesen der Welt zu stellen – und Gemeinschaft etwas ist, was heute vielen Menschen fehlt. Vielleicht regt es auch innere Seelenkräfte an, wenn sich einzelne Protagonisten völlig für eine größere Sache aufopfern – und trotz vermeintlicher Aussichtslosigkeit ihren Weg zu Ende gehen: zum Glück erfolgreich, denn die Macht des Bösen wird schlussendlich gebrochen.
Die Trilogie ist zu komplex und facettenreich, um abschließend über sie zu schreiben: Man muss sie als Buch lesen – oder als Film schauen. Und dabei vielleicht auch die Möglichkeit zulassen, dass es sich dabei nicht nur um das Sinnbild für eine Auseinandersetzung in der heutigen Zeit handelt, sondern auch um die Beschreibung von Kräften in der eigenen Seele.
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